1. Situations- und Umfeldanalyse

a) Lage und Einzugsbereich:

  • Politische Sitzgemeinde: Markt Tittling
  • Kinder aus dem Einzugsgebiet Tittling und Nachbargemeinden
  • Kindergarten im ländlichen Bereich
  • Ein Bus wird nicht eingesetzt

b) soziales Umfeld/Lebensbedingungen:

  • Die Kinder und ihre Familien kommen aus verschiedenen Wohngegenden - sie reichen von großräumig und weitläufig (Weiler, Dörfer, Bauernhof) bis hin zu beengten Wohnverhält-nissen (Tittling Ort - direkt an befahrenen Straßen liegende Häuser oder Mietwohnungen, mit wenig Möglichkeit spontan auf Wiesen oder Spielplätzen zu toben).
  • Um die Kindertagesstätte  aus den umliegenden Orten zu erreichen, sind die Familien auf ein Fahrzeug oder auf eine Fahrgemeinschaft angewiesen. Ein Bus ist jedoch unrentabel.
  • Die Lebensbedingungen der Kinder sind recht unterschiedlich.
  • Kinder aus sozial schwachen Familien sind anteilsmäßig in jeder Gruppe vorhanden.
  • Kinder mit erhöhtem Förderbedarf werden in den Gruppen aufgenommen.

c) Besonderheiten/Erlebnisfelder der Kinder
Weitere Einrichtungen:

  • Grund- und Hauptschule, Realschule, Praxis für Ergotherapie
  • Gute Möglichkeit der ärztlichen Grundversorgung
  • Apotheken, Lebensmittel-, Schreib- und Spielwarengeschäfte, Druckerei, 
  • Bekleidungs- und Schuhgeschäfte
  • Busverbindung zu den umliegenden Städten. 
  • Es gibt ausreichend Vereine und Angebote zur Freizeitgestaltung. Außerdem genügend Spielplätze für Kinder.
  • Im Sommer stehen verschiedene Badeseen und in den Herbst- und Wintermonaten ein Hallenbad zur Verfügung.
  • zunehmende Arbeitslosigkeit vor Ort
  • immer mehr allein erziehende Eltern
  • Glaubensformen: Überwiegend katholisch, vereinzelt evangelisch oder andere
  • Religionsgemeinsch

 

2. Lage der Kindertagesstätte

Tittling ist eine Marktgemeinde im ländlichen Bereich. Die Kindertagesstätte befindet sich in einer Siedlungsrandlage. Die Einrichtung ist durch zwei Straßen zu erreichen. An der Südseite des Gebäudes befindet sich ein 1.500 qm großer Garten, an der Nordseite erstreckt sich ein gepflasterter Vorplatz. Dieser ist mit einer Steinmauer eingegrenzt und durch ein eisernes Tor von der Straße aus zu erreichen. Zur Kirche, dem Marktplatz und den Geschäften sind es ca. 15 Minuten zu Fuß.

 

3. Träger der Einrichtung

Unsere Tageseinrichtung unterliegt der Trägerschaft der katholischen Pfarrkirchenstiftung und dem Caritasverband Passau. Da unser Kindergarten ein Teil der Pfarrgemeinde ist, erfährt das Kind, als Mitglied der Gemeinschaft, die Feste und Feiern des Kirchenjahres.

 

4. Entstehungsgeschichte

1950 
Pfarrer Irnfrieder gründete in einem Nebengebäude des Pfarrhof´s (Pfarrhof war jetziges Modehaus Heppl) einen behelfsmäßigen Kindergarten.
Da kein Kinderspielplatz vorhanden war, wurde unterhalb der Kirche ein kleiner Spielplatz zur Verfügung gestellt.

1964
Übernahm die Pfarrkirchenstiftung die Trägerschaft.

29. September 1971
Nach einem Jahr Bauarbeiten konnte der neu gebaute Kindergarten von einer Gruppe bezogen werden.

3. Oktober 1971
Einweihung des Kindergartens mit Pfarrer Stündler

September 1989
In der Küche (Keller) wurde eine provisorische Notgruppe für den Vormittag (8.00-11.00 Uhr) eingerichtet.

11. Juli 1991
Beginn des Anbaus (Intensivraum Gr. 2), Umbau (Turnraum/Personalraum) und Aufstockung des Kiga`s.

September/Oktober 1991
Start des Kindergarten-Alltags in allen 4 Vormittagsgruppen und der Nachmittagsgruppe.

15. November 1991
Einweihung mit Pfarrer Sebastian Hinterberger. Da der Name St. Josef in Vergessenheit geraten war und man keine Unterlagen über einen Namen des Kindergartens fand, wurde dieser nun unter den Schutz der Hl. Elisabeth gestellt.

September 2000
Startet ein großes Projekt zur Sanierung und Umgestaltung des Garten, das im Sommer 2002 fast fertig ist.

Mai 2009
Die Gemeinde Tittling beschließt den Bau einer Kinderkrippe, welche dem Kindergarten angegliedert wird.

September 2009
Beginn der Bauarbeiten - Fertigstellung aller Bauarbeiten im Oktober 2010.

15. Oktober 2010
Einweihung der neuen Krippenräume durch Pfarrer R. Kallmaier.

15. Mai 2011
"Tag der offenen Tür" für alle interessierten Tittlinger Bürger.

19. September 2014
Einweihung der neuen „Mischgruppe“ durch Dekan R. Kallmaier.

 

5. Räumlichkeiten und Außengelände

Unsere Kindertagesstätte ist mit 5  Gruppenräumen anerkannt, 81 Plätze im Kindergarten und 25 Plätze in der Krippe und Mischgruppe sind genehmigt.
Die fünf Gruppen heißen Eichhörnchen, Sternen, Sonnenschein, Regenbogen und Zwergalgruppe.  
Die Spiel- und Arbeitsräume der Kindertagesstätte  sind auf drei Ebenen verteilt.
3 Gruppenräume besitzen jeweils einen Intensivraum, sowie einen Sanitärbereich mit zwei Toiletten und drei Waschbecken und natürlich Garderoben.
Krippe und Mischgruppe wurden mit Gruppen-und Schlafraum, einem Wickel/Sanitärbereich und einer Garderobe ausgestattet.
Die Bereiche außerhalb der Gruppenräume werden vielfältig genutzt, ergänzen z.B. die Spielbereiche mit Bewegungs-und Konstruktionsflächen, bieten Raum für Veranstaltungen usw.
Im  Untergeschoß kann ein gemeinsamer Turnraum und eine Küche genutzt werden.  
Außerdem verfügt die Kindertagesstätte über einen Personalraum.

Unsere Einrichtung erfreut sich über einen großen,  gut beschatteten Garten.
Der untere Bereich ist mit 2 Schaukeln, einem Schiff mit Rutsche, zwei Sandkästen,  einer Sandbaustelle, Balancierbalken, Wipp-Tieren und mehreren Holzhäuschen ausgestattet - im oberen Bereich des Gartens  finden sich Fahrgelegenheiten für Räder und Roller, eine Sitzeisenbahn und eine große Wasserstelle.
Die Spielgeräte im Garten entsprechen der Sicherheitsvorgaben für U3-Kinder, somit können auch die Krippen-und Mischgruppenkinder den Garten nutzen.

 

6. Material und Ausstattung

Auf jeder Ebene der Kindertagesstätte befindet sich eine Grundausstattung von Möbeln, Spiel- und Arbeitsmaterial.
Dazu gehören z.B. die Kind gerechte Haushaltsecke, ausreichend Tische und Stühle, Teppiche, Eigentumsfächer, verschiedene Schränke und Regale, Radio und vieles mehr.
Durch bewegliche Elemente werden diese Ebenen individuell gestaltet und verschiedene Spielbereiche geschaffen für Rollenspiel, Konstruktion und Bau, Kreativität, Buch, Tischspiele und Puzzle.
Große Kissen und Würfelelemente regen die Kinder an zu Bewegungs-,- Bau,- Rollen,-und Phantasiespielen.
Kuschelbereiche sorgen für gemütliche und  entspannte Atmosphäre.
Im Rollenspielbereich finden sich Kleider, Hüte, Decken, Kissen, Kind gerechte Alltagsgegenstände wie Schränke, Sitzbänke, Betten, Geschirr, Obst und natürlich dürfen Puppen nicht fehlen.
Im Kreativbereich befinden sich Bastel- und Malmaterialien zum freien erfinderischen Gestalten.
Der Konstruktions- und Baubereich ist mit Konstruktionsmaterialien verschiedenster Art ausgestattet - außerdem ergänzen  Fahrzeuge, Tiere und Naturmaterialien das Angebot.
Der Umgang mit Bilderbüchern hat in unserer Kindertagesstätte einen hohen Stellenwert, deshalb bieten wir im Haus viele Möglichkeiten zur Bilderbuchbetrachtung.
In den Schrankfächern finden Legematerial, didaktische Materialien, Instrumente, Gesellschafts- und Regelspiele ihren Platz. Jede Gruppe ist mit Puzzle, Form- und Farbspielen, Zuordnungsspielen, Steckspielen, Würfel- und Gemeinschaftsspielen, Holzmaterialen und Perlen individuell ausgestattet.

 

7. Pädagogisches Personal

Das pädagogische Team ist verantwortlich für die gesamte Kindertagesstätte und das pädagogische Konzept. Dieses Konzept wird von allen getragen, verantwortet und in einem ständigen Dialog weiterentwickelt. An erster Stelle unserer Pädagogik steht das Wohl des Kindes.

a) Anzahl
Die Kindertagesstätte  steht unter der Leitung einer pädagogischen Fachkraft (Erzieherin).
In jeder Gruppe arbeiten eine pädagogische Fachkraft und eine pädagogische Zweitkraft, im Krippenbereich auch 2 Zweitkräfte. Die Zweitkraft kann eine Kinderpflegerin oder eine Berufspraktikantin sein. Nach Möglichkeit wird eine Vorpraktikantin eingestellt.
Für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf werden Zusatzkräfte bzw. Zusatzdienste beantragt.

b) Fortbildung und Qualifikation
Der Ausbildungsweg zur Erzieherin umfasst eine 5-jährige Ausbildung an einer Fachakademie für Sozialpädagogik.
Der Ausbildungsweg zur Kinderpflegerin besteht aus einer 2-jährigen Schulzeit an der Berufs-Fachschule für Hauswirtschaft- und Kinderpflege.
Durch eine Zusatzausbildung qualifizierten sich mehrere Mitarbeiter zur Krippenpädagogin.
Das Team der Kindertagesstätte  St. Elisabeth nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil. Die Fortbildung der Mitarbeiterinnen geschieht durch Einrichtungsübergreifende Fachberatungen, regionale Arbeitskreise, überregionale Fortbildungen.
Das Team trifft sich 14tägig für 1,5 Stunden zur Besprechung, Vorbereitung und Planung.

 

8. Finanzielle Mittel

a) Bezuschussung:
Die staatliche Förderung erfolgt Kind bezogen. Sie wird für jedes Kind geleistet, das von der Gemeinde gefördert wird. Der jährliche staatliche Förderbetrag pro Kind errechnet sich als Produkt aus Basiswert, Buchungszeit- und Gewichtungsfaktor.
Da Kindergärten erhebliche Kosten verursachen, die von der öffentlichen Hand bezuschusst aber nicht gedeckt werden können, sind Elternbeiträge unvermeidlich, um die Restkosten des Trägers im Rahmen zu halten.

b) Kindergartenbeitrag
Der Beitrag setzt sich aus dem Grundbeitrag pro Gruppe/Buchungszeit zusammen und den zusätzlich entstehenden Kosten für das Spiel- und Getränkegeld. Die Aufnahmegebühr ist einmalig beim Eintritt in den Kindergarten zu leisten.
Alle Kosten werden per Einzugsermächtigung vom Konto abgebucht. Der gesamte Kindergartenbeitrag wird für 12 Monate berechnet, da die Gesamtkosten auf das ganze Jahr, also auch auf August umgelegt werden.
Die Eltern unserer Vorschulkinder werden im letzten Kindergartenjahr von staatlicher Seiten mit einem Zuschuss bis zu 100 € unterstützt.
Geschwisterkinder erhalten eine Geschwisterermäßigung, Ausnahme Vorschulkinder.
Die genauen Beträge entnehmen Sie bitte dem Aufnahmevertrag.

 

9. Telefondienst im Kindergarten

Um den Tagesablauf nicht in allen Gruppen zu stören, hat immer eine Gruppe, wöchentlich im Wechsel Telefondienst.